Archive für 29.4.2010

Wennn der Job krank macht

Dörthe Huth im Gespräch mit der Journalistin Carolin Voss von www.derwesten.de

Essen. Angst um den Arbeitsplatz, Mehrarbeit durch Einsparungen - das sorgt für Druck. Der Job wird immer öfter zum Krankheitsrisiko. Ungefährlich ist das nicht, denn dauerhafter Stress führt zu schwerwiegenden Krankheiten. Wie kann man das vermeiden?

Dem BKK-Gesundheitsreport zufolge stehen psychische Krankheiten wie Burnout oder Depressionen heute noch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf Platz vier der häufigsten Leiden. Auslöser ist immer häufiger der Job.

Neue Arbeitsbelastung löst Stress aus

Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen, Infektanfälligkeit, Magenschmerzen und Übelkeit. Ursache dafür kann auch eine zu hohe Stressbelastung sein. „In den letzten 50 Jahren hat sich die Arbeitsbelastung stark verschoben“, sagt Dörthe Huth, psychologische Beraterin aus Gelsenkirchen. Statt körperlicher, entsteht im Job heute meist eine psychische Belastung. Die Ursachen liegen auf der Hand: Termindruck, Mehrarbeit und das Gefühl, die Arbeit nicht mehr bewältigen zu können.

„Aber auch Angst um den Job und vor Arbeitslosigkeit werden immer häufiger zum Problem“, sagt Huth. „Oft führt das dazu, dass man trotz Krankheit nicht zu Hause bleibt.“ Präsentismus nennen es Psychologen, wenn sich Menschen dauerhaft für ihren Job überanstrengen. „Meist sind sehr pflichtbewusste Menschen betroffen für die Arbeit im Vordergrund steht“, sagt Huth. Und das sei gefährlich, denn der Körper kann auch auf Dauer überlastet werden.

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http://www.derwesten.de/leben/gesundheit/Wenn-der-Job-krank-macht-id2913861.html

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